Unruhe, Gereiztheit, Traurigkeit, weinerliches Verhalten, Misstrauen, Feindseligkeit, Zeitverhalten, unbekanntes Verhalten, ungewohnte Nervosität. Das können alles Zeichen von beginnender Demenz sein. Wenn sich Angehörige, Eltern, Großeltern plötzlich verändern oder anders benehmen oder bewegen wie gewohnt. Wenn es auf einmal auffällt, das der Mensch plötzlich ganz anders erscheint wie bisher. Dann sollte man wachsam sein und Rat einholen bzw. einen Arzt aufsuchen.
Demenz – Gesprächsgruppe
Wenn die Eltern sich verändern
Einladung zum Angehörigentreff jeden 2. Montag im Monat im ASB Kochstrasse 6, Aschaffenburg
wir reden über – Wissenswertes über Veränderung der Persönlichkeit im Alter, Austausch, Information, Erfahrungen und schließen die Gesprächsrunde mit einer Entspannungsübung.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Uschi Kraus 06021/8664430 oder ASB 95080
Wir freuen uns über jede Anmeldung und über Ihr Kommen.
Friedvolle Weihnachtstage
Carolus Horn 1921-1992
Carolus Horn in seinen Kreisen bekannt als einer der bekanntesten Werbedesigner der Nachkriegszeit erkrankte mit 60 Jahren an Alzheimer. Er malte in seinen letzten 10 Jahren, in der die noch nicht heilbare Krankheit ihren Verlauf nahm, viele Bilder, die seine Krankheitsstadien erkennen liesen, was sich in Form und Farbe und Ausdruck zeigte. Carolus Horn malte und zeichnete unermüdlich
bis der Tod ihn aufnahm. Von ihm stammt auch der bekannte Slogan – Nur fliegen ist schöner- In seiner Krankheit wurden die Wolken zu Spiegeleier.
Carolus-Horn-Ausstellung-Aschaffenburg
Durch die Anregung und Unterstützung von Christine Waigand, Uschi Kraus, Ulla Kelechovski, DPD und vielen Anderen ist es nun doch gelungen anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21.09.2011 die Carolus-Horn Ausstellung nach Aschaffenburg in das Mehrgenerationenhaus zu holen. Die Ausstellung ist bis zum 13.Oktober 2011 zu besichtigen in Aschaffenburg Sandgasse 1
Entstehung einer Demenz
Eine Demenz kann durch viele Ursachen entstehen.
Die bekannteste ist die Alzheimer-Demenz, die von dem deutschen Neuropsychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer 1906 entdeckt und nach ihm benannt wurde. Bei dieser Krankheit werden Nervenzellen in ihrer Funktion gehemmt. Hervorgerufen durch Amyloid, Tau -Protein, sprich krankhafte Eiweiße im Körper, was zu einem Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin in den Hirnregionen führt und so die Merkfähigkeit herabgesetzen.
Genetische Faktoren:
Wahrscheinlich hat die Alzheimer Krankheit genetische Grundlagen.Verwandte ersten Grades haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.Die Konkordanz ist bei eineiigen Zwillingen größer als bei zweieiigen. Ein Krankheitsbeginn, der vor dem 60. Lebensjahr eintritt, was bei weniger als 5 % aller Alzheimer Fälle zutrifft, scheint auf die Wirkung eines einzigen, dominaten Gens zurückzuführen
Weitere veränderungen im Gehirn, hervorgerufen durch andere körperliche Erkrankungen, können das Bild einer Demenz entstehen lassen und irreversible Schäden im Gehirn hervorrufen. Bei Druchblutungsstörungen -Vaskuläre Demenz- zum Beispiel, kommt es schlagartig zu einer Verschlechterung der Gerhirnleistung und es treten Zeichen eines Schlaganfalls auf ,die sich auch in Sprachstörungen äußern können.
Weitere Abbauprozesse werden durch die Demenz mit Lewykörperchen” festgestellt. Diese Form der Demenz gilt inzwischen nach der vaskulären Demenz als die dritthäufigste Demenzform.
Weitere Symptome einer Demenz oder beginnender Demenz können auch durch Stoffwechselstörungen ( Vitamin B12 Mangel), Schilddrüsenerkrankungen, chronische Vergiftungen (Alkohol) oder Gehrintumore hervorgerufen werden.
Aber auch Infektionen des Gehirns, ausgelöst durch AIDS oder Creuzfeld-Jacob-Erkrankung, sind verantwortlich für eine Demenz.
Volkskrankheiten wie erhöhter Blutdruck oder Diabetes mellitus können eine Demenz hervorrufen oder eine bestehende Demenz verschlechtern.
Am Anfang wirken die Betroffenen möglicherweise oft gereizt und geistig abwesend. Diese Defizite, die über mehrere Jahre oft übersehen werden, wirken sich aber immer mehr negativ auf das Alltagsleben aus.Lange bevor überhaupt klinische Symptome auftreten, können bereits feine Lern- und Gedächtnisdefizite festgestellt werden. Leider werden diese aber lange Zeit oft übersehen oder noch nicht bemerkt. Im weiteren Verlauf der Krankheit gibt der Betroffenen immer wieder anderen die Schuld, für Fehler die er gemacht hat. Es können Wahnvorstellungen einer Verfolgung entwickelt werden.Das Gedächtnis wird zunehmend schlechter und es tritt Desorintiertheit und Agitiertheit (Unruhe, gesteigerter Bewegungsdrang) ein. Bis zu ca. 30% der Fälle geht Alzheimer-Demenz mit einer Depression einher.
Das auffälligste Symptom der Demenz ist die Gedächtnisschwäche besonders für neue Ereignisse. Viele Aufgaben bleiben unerledigt, weil die Betroffenen vergessen daran weiterzuarbeiten. Zum Beispiel fängt der Betroffenen an einen Kochtopf mit Wasser zu füllen und läßt dann das Wasser weiterlaufen. Oder Eltern können sich nicht mehr daran erinnern wie ihre Kinder heißen und im fortgeschrittenen Stadium wissen sie nicht mehr, dass sie Kinder haben und erkennen diese auch nicht mehr, wenn sie zu Besuch kommen. Die Körperpflege und angemessene Kleidung wird vernachlässigt, weil der demente Patient nicht weiß, wann er sich das letzte Mal gewaschen hat und was er anziehen soll. Demenzpatienten verlaufen sich häufig, sogar in vertrauter Umgebung, finden zum Beispiel in der eigenen Wohnung die Toilette nicht mehr. Der Kranke Mensch verliert Maßstäbe und Impulskontrolle. So entstehen unpassende Scherze, ungewollte grobe Ausdrücke, sexuelle Avancen Fremden gegenüber, oder der Betroffene begeht sogar Ladendiebstahl.
Störungen des Affekts treten auf was sich auch in emotionalen Ausbrüchen äußern kann.Sprachstörungen kommen hinzu. Zähne putzen, zum Abschied winken oder selber Anziehen können trotz intakter Motorik kann nicht oder nur verzögert ausgeführt werden..Es fällt den Betroffen schwer, ihnen bekannte Gegenstände zu benennen oder eine ihnen früher bekannte Umgebung wieder zu erkennen. Es kann immer wieder ein großer Zustand geistiger Verwirrung (Delirium) auftreten.
Der Tod tritt ca. 10 – 12 Jahre nach Beginn der Smyptomatik ein. Bei einer Autopsie wurden verschiedene physiologische Veränderungen im Gehirn des Betroffenen festgestellt. Bei ca. 25% der Alzheimer Patienten treten ähnliche Symptome von Gehirnschädigungen auf ,wie bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit.
Neuronen und Synapsen gehen zu Grunde und die Ventrikel erweitern sich.
Ventrikel – Ventrikelerweiterung Neuronen und Synapsen
§87 b SGB XI – zusätzliche Betreuungskräfte möglich
Mit dem § 87b SGB XI und § 45b SGB XI
zusätzliche Betreuungsleistungen, und zusätzlicher Pflegebedarf
haben Pflegeheime und Pflegestationen die Möglichkeit erhalten, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Betreuungskräfte zur personellen Unterstützung einzustellen. So soll die bessere Betreuung für an Demenz erkrankten Personen oder psychisch kranker und geistig behinderter Menschen gewährleistet werden. Die Aufgabe dieser Betreuungskräfte ist es, betroffene Menschen bei Aktivitäten des täglichen Lebens wie zum Beispiel Spaziergängen, Gesellschaftsspielen, Lesen, Bewegungstherapie oder Basteln usw. zu begleiten und aufzumuntern bzw. zu unterstützen.
Zusätzliche Betreuungsleistungen
Versicherte Personen, die die Voraussetzungen des § 45a erfüllen, können je nach Umfang des erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarfs zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen.
Die Kosten für diesen Mehraufwand an Betreuung werden ersetzt, jedoch höchstens 100 Euro monatlich -Grundbetrag- oder 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag). Die Höhe des jeweiligen Anspruchs nach Satz 2 wird von der Pflegekasse auf Empfehlung des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) im Einzelfall festgelegt und dem Versicherten dann mitgeteilt.
Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen für pflegebedürftige und behinderte Menschen. Er dient der Erstattung von Aufwendungen, die dem Versicherten entstehen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen wie
Die Pflegebedürftigen erhalten die zusätzlichen finanziellen Mittel auf Antragstellung bei der zuständigen Pflegekasse oder dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen oder aber auch im Fall der Beihilfeberechtigung, anteilig von der Beihilfefestsetzungsstelle gegen Vorlage der entsprechenden Belege über entstandene Eigenbelastungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der in Absatz 1 genannten Betreuungsleistungen. Die Leistung lt. Absatz 1 kann innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres in Anspruch genommen werden. Wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das nächst folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Ist der Betrag für zusätzliche Betreuungsleistungen nach dem bis zum 30. Juni 2008 geltenden Recht nicht ausgeschöpft worden, kann der nicht verbrauchte kalenderjährliche Betrag in das zweite Halbjahr 2008 und in das Jahr 2009 übertragen werden usw.
Fassung aufgrund des Gesetzes zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz) vom 28.05.2008 ( BGBl. I S. 874) m.W.v. 01.07.2008.
Aschaffenburg – Erinnerungen an damals
in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Demenz Untermain und der VHS Aschaffenburg wird am 25.05.2011 eine Altstadtführung angeboten.
Verwunschene Winkel heute – Erinnerungen an damals – Treffpunkt ist am Schloss-
Johannisburg -Hauptportal am 25.05.2011 um 15.00 Uhr, Dauer der Führung bis ca. 16.30. -
Gebühr 5,00 Euro
Durch die Altstadt führt Sie Ulrike Weißhaar
Demenz bei HIV-Infektionen und AIDS
Die häufigste Demenzform bei jungen Patienten ist die HIV-Demenz.
Sie entwickelt sich bei ca. 30% der AIDS-Patienten.Die Jahresinzidenz der Demenz bei HIV Infizierten beträgt ca. 14%. Hier besteht auch eine hohe Komorbidität zu Alkohol- und Drogenabhängigkeit.
Müdigkeit, Gewichtsverlust,Kopfschmerz, Leistungsabfall, Diarrhoe,depressiv-neurasthenisches Syndrom, Apathie, Angstzustände,Verwirrtheit, delirante Symptome, kognitive Einbußen und Verlangsamung können vorkommen. Psychotische Symptome können im weiteren Verlauf auftreten.
Soziales Netzwerk -www.demenzalzheimer.de/forum
Besuchen Sie das kostenlose Forum, das auch gezielt für die Region Untermain eingerichtet wurde.(siehe auch Beratungsstelle Demenz Untermain Aschaffenburg). In diesem sozialen Netzwerk können Sie sich kostenlos anmelden und sich über die Krankheit Demenz austauschen und auch Fragen stellen.

