Gymnastik & Bewegung

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Bewegung ist, wie Studien zeigen, immer noch das beste Mittel um Demenz vorzubeugen.

Es wird der Geist und der Körper beansprucht. Bewegungen werden vom Hirn aus gesteuert. Die Aktivierung erfolgt durch Befehle, die das Gehirn an die bestimmten Muskeln, Nervenzellen und somit an die Körperpartie sendet. Zum Beispiel laufen, den Arm heben, den Mund öffnen, den Ball werfen, einen Gegenstand aufheben usw.

Darüber hinaus werden die Sinne angeregt.

Der Mensch verfügt über 5 Sinne

Sehen –  die visuelle Wahrnehmung mit den Augen

Hören – die auditive Wahrnehmung mit den Ohren

Riechen – die olfaktorische Wahrnehmung mit der Nase

Schmecken – die gustatorische Wahrnehmung mit der Zunge

Tasten – die taktile Wahrnehmung mit der Haut

Die 5 Sinne

In die Bewegungsabläufe werden die 5 Sinne mit einbezogen. Somit wird der  Mensch in seiner Gesamtheit aktiviert und gefordert.

Die Koordination wird geschult. Dem Sturzrisiko vorgebeugt.

Gedenkfeier „150 Jahre Alzheimer“ in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft

Heute, am 26.11.14 hält die Alzheimer Gesellschaft eine Gedenkfeier im                           Kronberggymnasium Aschaffenburg für Alois Alzheimer                              Alois Alzheimer erkannte die Veränderungen im Gehirn als Ursache für das Vergessen.

Die Feierlichkeiten beginnen um 19.30 in der Aula des                                        

Gesprächskreis Alzheimer Aschaffenburg 2014

Die Aschaffenburger Selbsthilfegruppe für
Angehörige von Alzheimer-Kranken trifft sich 2014 am

15. Januar12. Februar12. März23. April21. Mai
25. Juni23. Juli20. August17. September22. Oktober

Jeweils um 19.00 Uhr im

Bernhard-Junker-Haus
Neuhofstraße 11
63739 Aschaffenburg

Die Gruppe wird als offene Gruppe geführt.

Interessenten sind herzlich willkommen.
Kontakttelefon: von Angehörigen zu Angehörigen

Frau Rosemarie Scheibler
Klosterrainstraße 20
63743 Aschaffenburg
Telefon: 06021/96725

Rückfragen: Beratungsstelle Demenz Untermain
Christine Waigand 06021/4511117

Erinnerungen treffen Senioren

 

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Oft erleben alte Menschen nicht viel „Neues“ mehr. Sei es wegen körperlicher Gebrechen oder wegen beginnender Demenz.

Für den alternden Menschen gibt es deshalb nichts schöneres als in Erinnerungen zu leben. Wie oft wird erzählt “ das war eine schöne Zeit“. Es war die Zeit dieser älteren Generation.

Jede Generation hat ihre Zeit in der sie lebt. In dieser Zeit hatten sie ihre Filme, ihre Musik, ihre Kleidung, ihre Sportart, ihr Tanzlokale, ihre Cafe`s, ihre Weinlokale an die sie sich gerne erinnern. Diese Erinnerungen sind wiederum in einer anderen Zeit , also in der nächsten Generation in einer anderen Art, Form und Aufmachung wieder präsent.

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Wenn wir nun mit der Generation vor uns sprechen, also mit den Eltern, Großeltern vielleicht auch Urgroßeltern oder Verwandten so ist es gut, wenn man die Dinge berücksichtigt, die in dieser Zeit statt gefunden haben.

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Ein Schlager, eine Operette, ein bestimmter Tanz, kann dann das Erinnerungsvermögen hervorrufen. Daraus resultiert dann möglicherweise eine weitere Erinnerung zum Beispiel, welche  Kleidung der Betreffende damals angezogen hat. Wie hat die Frisur ausgesehen? In welchem Lokal war die Veranstaltung. Wer war da noch gewesen usw. Plötzlich können wieder viele Erinnerungen zum Vorschein kommen.

Bei den Erinnerungen sollte darauf geachtet werden, dassman den Menschen jedoch nicht überfordert. Einfach nur erzählen lassen, zuhören  und vielleicht nur ein paar Stichpunkte dazu geben, wenn die Pausen zu lange werden.  Eine „alte“ Melodie kann schon sehr anregend sein. Oft kann auch eine Spazierfahrt, wen es noch möglich ist, für die Erinnerung sehr interessant sein. Zu sehen, was aus all den früheren Straßen und Gebäuden und Plätzen, ja aus dem ganzen Umfeld geworden ist.

Hier ist jedoch viel Erklärung und Beantwortung von Erinnerungslücken, die sicherlich auftauchen, gefragt.

Sprechen Sie viel mit dem Menschen über Erinnerungen, so lange es noch möglich ist!

 

 

….. drin alle Dinge..

 

                                 Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge silbern sind

                                 von Rainer Maria – Rilke

                                                                                                              26-01-13_2115

Von guten Mächten

Von guten Mächten

 treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, –
so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr;

             Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
             Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

             Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
              Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus Deiner guten und geliebten Hand.

              Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
               Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann woll’n wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört Dir unser Leben ganz.
          Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
          Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Lass warm und still die Kerze heute flammen, die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

          Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
          Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

So laß uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

          Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag.
          Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer 1944

 

Bushaltestelle ohne Geist

Wo der Bus nie vorbeikommt…!!!

das sagt doch schon alles.. Die vorgetäuschte  Bushaltestelle, die in verschiedenen Pflegestationen angebracht wurde, soll die unruhigen Menschen beruhigen,  kann aber auch gerade das Gegenteil auslösen.  Warum werden die erkrankten Menschen nicht  mit Worten und viel Geduld beruhigt, sondern getäuscht. Warum belügt man diese kranken und verwirrten Menschen. – Aus Zeitmangel ? Oder – wir lassen den Patienten einfach mal an der Bushaltestelle warten dann ist er beschäftigt, der vergisst dann ja warum er da steht?

Somit ist diese Art der Beschäftigung doch überflüssig, denn gewählte Worte hätten mehr Erfolg für den Patienten bzw. Heimbewohner. Damit wird doch den Menschen  heute schon vermittelt, wenn sie einmal dement werden, werden sie  nur angelogen. Diese Lügen werden als Notlügen bezeichnet aber sie manipulieren den kranken Menschen auf eine Art und Weise die nicht Menschenwürdig ist. Man lässt den Patienten an der Haltestelle warten und erklärt ihm dann, wenn er wirklich da sitzen  bleibt, dass der Bus heute nicht kommt, also die nächste Lüge! Wo ist hier der Sinn? Der Mensch wird in seiner Krankheit nicht ernst genommen.

Mit diesen Unwahrheiten erreichen wir keinesfalls eine befriedigende Wirkung auf den Patienten. Eine gute fachliche Ausbildung dient dazu,  auch in schwierigen Situationen die Krankheit Demenz  ohne diese Strategien zu bewältigen. Ganz schlecht ist es wenn der Pflegende die unrealistischen Vorstellungen unterstützt und in das psychotische Erleben des Patienten einsteigt und den Kranken  darin auch noch festigt. Hier wird die geistige Verwirrung noch weiter gefördert.

Ich kann nur jedes Altenheim oder Seniorenzentrum bedauern, der auf dieses Konsumdenken der Hersteller  hereinfällt.

Man hört überall, das den Betreuungsstätten das nötige Geld fehlt . Trotzdem wird in unrealistische Dinge investiert. Deshalb sollte man sich für Investitionen etwas positiveres  einfallen lassen. Zum Beispiel mehr Pflegepersonal, mit viel Kreativität und empathischen Verhalten , die sich für die  Betreuung der Patienten  mehr Zeit nehmen und keine  Bushaltestelle und keine Robben brauchen um diese Menschen zu beschäftigen. Die mit viel Geduld und Worten ganz einfach diesen Prozess des Vergessens bewältigen.

Demente Menschen haben noch viele  Lichtblicke und merken oft auch das man ihnen etwas vormacht .Doch leider können sie es nicht mehr mitteilen.  Schauen Sie einem an Demenz erkrankten Menschen einmal konzentriert und ganz genau in die Augen, darin können sie viel erkennen und darauf sollte man achten.

Robbe verwirrt Demenz

wie verwirrt muß man sein, einem dementen Menschen eine Robbe in den Arm zu legen?!

Was erzählt die Pflegeperson dem Patienten, wenn sie mit der Robbe auf ihn zugeht. Etwa: „Schau mal die niedliche Robbe,weißt Du noch? Was kannst Du darüber erzählen?  Erinnerst Du dich?

Der kranke Mensch wird diese Frage wahrscheins nicht beantworten oder in seiner wahnhaften Vorstellung etwas anderes erkennen. Also wozu dann so eine teure Robbe!!

Der kranke Mensch sollte in seiner Wahnhaftigkeit nicht noch bestärkt werden.

Hier werden doch die Patienten noch mehr verwirrt, da sie bestimmt niemals eine Robbe gestreichelt noch bei sich als Haustier gehalten haben.

Warum eine Robbe, die auch noch mit den Augen klimpert.

                                                                    Wie lächerlich ist das!

Es gibt genügend Stoff- und Plüschtiere die Haustieren ähneln, wie z.Beispiel, Hasen, Hunde, Katzen usw. Hier könnte man den Bewohnern eines Pflegeheimes bestimmt mehr Freude bereiten. Erinnerungen kämen auf, Ressourcen werden geweckt, Gefühle werden wach, Augen leuchten und das Erzählen kann beginnen.

Ich frage mich nur, was die Pflegekraft in der Erinnerung über eine Robbe zu erzählen hat. Wahrscheins hatte sie selbst noch nie mit diesem Tier Kontakt. Dann soll sie auch noch dem Pflegenden etwas darüber vermitteln.

Haben die Pflegeheime doch so viel Geld im Überfluß um diesen sinnlosen Konsum zu unterstützen? Gibt es in den Pflegeheimen keine gut ausgebildeten Betreuer, die sich nicht solchen unnatürlichen Sachen bedienen müssen, sondern viel Eigeninitiative besitzen und eine gesunde Kreativität entwickeln können.

Darum ist es wichtig, sich die Pflegeheime genau anzuschauen um zu wissen, was auf den zu Betreuenden alles zukommen kann.

Viel Erfolg dabei.

LEWY-KÖRPERCHEN-DEMENZ

LEWY-KÖRPERCHEN-DEMENZ

Die Lewy-Körperchen-Demenz, die nach Friedrich H. Lewy benannt wurde ist der Alzheimer- Demenz ähnlich.

Die Ursachen hierfür sind, dass sich In den Nervenzellen der Großhirnrinde und im Hirnstamm des Gehirns Eiweißreste ablagern, da sie nicht mehr richtig abgebaut werden können bzw. die Kommunikation der Zellen untereinander behindern.

Durch die Einschlüsse werden schon im frühen Stadium Sinnestäuschungen ausgelöst, sind aber seltener wie die Plaques die bei Alzheimer auftreten.

 

F.H. Lewy war Pathologe und Mitarbeiter von Alois-Alzheimer und entdeckte im Gehirn von am Demenz erkrankten Patienten Partikel, die heute Lewy-Körperchen heißen.

Einige Symptome, die der Alzheimer Krankheit ähneln, treten bei der Lewy-Körperchen-Demenz heftiger und auch früher auf. Die Betroffen sehen Dinge, die nicht da sind, sie halluzinieren.

Ein weiteres Krankheitsbild ist, das die Betroffenen häufig stürzen oder schwanken oder keinen Gleichgewichtssinn mehr haben, da die Lewy-Körperchen-Demenz in der Regel mit Parkinson-Symptomen einhergeht. Jedoch bleibt das Gedächtnis länger erhalten als bei Alzheimer erkrankten Patienten.

Die an Lewy-Körperchen-Demenz erkrankten Menschen haben eine stark schwankende körperliche und geistige Verfassung. Das heißt: die Patienten sind mitunter unternehmungslustig, aber  dann auch wieder verwirrt, orientierungslos und in sich gekehrt.

Leider ist auch die Lewy-Körperchen-Demenz zu dieser Zeit noch nicht heilbar.

Die Patienten reagieren auf bestimmte Medikation empfindlich. So kann Neuroleptika die Parkinson-Symptome verstärken unter denen der Patient leidet, deshalb ist hier unterstützend eine nicht medikamentöse Behandlung sehr wichtig, da manche Medikamente vom Patienten schlecht vertragen werden.

Bewegungsgeschichten für die 10 Minuten Aktivierung

Bewegungsgeschichten sind interessant und fördern die Konzentration. Gleichzeitig werden nicht nur Gehirn und Denkvermögen sondern auch die Gelenke und Muskel mobilisiert.

Die Bewegungsgeschichten können Sie, wenn Sie in einem Pflegeheim tätig sind, bei der Einzelbetreuung oder bei der Pflege zu Hause anwenden.

Wer kretaiv ist muß hierfür keine Bücher benutzen. Es reicht schon ein in Gedanken vorgenommener Spaziergang durch den Wald . Hier können alle Sinne aktiviert und mit Bewegungen unterstützt werden. Wenn die Imagination zu Ende ist sollten Sie nicht vergessen, die Bewohner und den Patienten wieder im Raum oder in seinem Zimmer ankommen und sich wieder zu Recht finden zu lassen. 

Solche Bewegungsgeschichten werden gerne von den Patienten angenommen. Durch Bewegungsgeschichten werden Erinnerungen geweckt. Bewegungsgeschichten fördern das Denkvermögen.Bewegungsgeschichten sind gedacht, wenn nur kurze Zeit zum Aktivieren bleibt. Natürlich können die Geschichten und Bewegungen auch mehr Zeit erfordern . Das liegt ganz an dem Betreuer wieviel Zeit er sich für den Menschen nehmen kann.