Entstehung einer Demenz

Eine Demenz kann durch viele Ursachen entstehen.

Die bekannteste ist die Alzheimer-Demenz, die von dem deutschen Neuropsychiater und Neuropathologen  Alois Alzheimer 1906 entdeckt und nach ihm benannt wurde. Bei dieser Krankheit werden Nervenzellen in ihrer Funktion gehemmt. Hervorgerufen durch Amyloid, Tau -Protein, sprich  krankhafte Eiweiße im Körper, was zu einem Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin in den Hirnregionen führt und so die Merkfähigkeit herabgesetzen. 

Genetische Faktoren:

Wahrscheinlich hat die Alzheimer Krankheit genetische Grundlagen.Verwandte ersten Grades haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.Die Konkordanz ist bei eineiigen Zwillingen größer als bei zweieiigen. Ein Krankheitsbeginn, der vor dem 60. Lebensjahr eintritt, was bei weniger als 5 % aller Alzheimer Fälle zutrifft, scheint auf die Wirkung eines einzigen, dominaten Gens zurückzuführen

Weitere veränderungen im Gehirn, hervorgerufen durch andere körperliche Erkrankungen, können das Bild einer Demenz entstehen lassen und irreversible Schäden im Gehirn hervorrufen. Bei Druchblutungsstörungen -Vaskuläre Demenz- zum Beispiel, kommt es schlagartig zu einer Verschlechterung der Gerhirnleistung und es treten Zeichen eines Schlaganfalls auf ,die sich auch in Sprachstörungen äußern können.
Weitere Abbauprozesse werden durch die Demenz mit Lewykörperchen“ festgestellt. Diese Form der Demenz gilt inzwischen nach der vaskulären Demenz als die dritthäufigste Demenzform.

Weitere Symptome einer Demenz oder beginnender Demenz können auch durch Stoffwechselstörungen ( Vitamin B12 Mangel), Schilddrüsenerkrankungen, chronische Vergiftungen (Alkohol) oder Gehrintumore hervorgerufen werden.

Aber auch Infektionen des Gehirns, ausgelöst durch AIDS oder Creuzfeld-Jacob-Erkrankung, sind verantwortlich für eine Demenz.

Volkskrankheiten wie erhöhter Blutdruck oder Diabetes mellitus können eine Demenz hervorrufen oder eine bestehende Demenz verschlechtern.

Am Anfang wirken die Betroffenen möglicherweise oft gereizt und geistig abwesend. Diese Defizite, die über mehrere Jahre oft übersehen werden, wirken sich aber immer mehr negativ auf das Alltagsleben aus.Lange bevor überhaupt klinische Symptome auftreten, können bereits feine Lern- und Gedächtnisdefizite festgestellt werden. Leider werden diese aber lange Zeit oft übersehen oder noch nicht bemerkt. Im weiteren Verlauf der Krankheit gibt der Betroffenen immer wieder anderen die Schuld, für Fehler die er gemacht hat. Es können Wahnvorstellungen einer Verfolgung entwickelt werden.Das Gedächtnis wird zunehmend  schlechter und es tritt Desorintiertheit und Agitiertheit (Unruhe, gesteigerter Bewegungsdrang) ein. Bis zu ca. 30% der Fälle geht Alzheimer-Demenz mit einer Depression einher.

Das auffälligste Symptom der Demenz ist die Gedächtnisschwäche besonders für neue Ereignisse. Viele Aufgaben bleiben unerledigt, weil die Betroffenen vergessen daran weiterzuarbeiten. Zum Beispiel fängt der Betroffenen an einen Kochtopf mit Wasser zu füllen und läßt dann das Wasser weiterlaufen. Oder Eltern können sich nicht mehr daran erinnern wie ihre Kinder heißen und im fortgeschrittenen Stadium wissen sie nicht mehr, dass sie Kinder haben und erkennen diese auch nicht mehr, wenn sie zu Besuch kommen. Die Körperpflege  und angemessene Kleidung wird vernachlässigt, weil der demente Patient nicht weiß, wann er sich das letzte Mal gewaschen hat und was er anziehen soll. Demenzpatienten verlaufen sich häufig, sogar in vertrauter Umgebung, finden zum Beispiel in der eigenen Wohnung die Toilette nicht mehr. Der Kranke Mensch verliert Maßstäbe und Impulskontrolle. So entstehen unpassende Scherze, ungewollte grobe Ausdrücke, sexuelle Avancen Fremden gegenüber, oder der Betroffene begeht sogar Ladendiebstahl.

Störungen des Affekts treten auf was sich auch in emotionalen Ausbrüchen äußern kann.Sprachstörungen kommen hinzu. Zähne putzen, zum Abschied winken oder selber Anziehen können trotz intakter Motorik kann nicht oder nur verzögert ausgeführt werden..Es fällt den Betroffen schwer, ihnen bekannte Gegenstände zu benennen oder eine ihnen früher bekannte Umgebung wieder zu erkennen. Es kann immer wieder ein großer Zustand geistiger Verwirrung (Delirium) auftreten.

Der Tod tritt ca. 10 – 12 Jahre nach Beginn der Smyptomatik ein. Bei einer Autopsie wurden verschiedene physiologische Veränderungen im Gehirn des Betroffenen festgestellt. Bei ca. 25% der Alzheimer Patienten treten ähnliche Symptome von Gehirnschädigungen auf ,wie bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit.

Neuronen und Synapsen gehen zu Grunde und die Ventrikel erweitern sich.

   

 


 

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