Bushaltestelle ohne Geist

Wo der Bus nie vorbeikommt…!!!

das sagt doch schon alles.. Die vorgetäuschte  Bushaltestelle, die in verschiedenen Pflegestationen angebracht wurde, soll die unruhigen Menschen beruhigen,  kann aber auch gerade das Gegenteil auslösen.  Warum werden die erkrankten Menschen nicht  mit Worten und viel Geduld beruhigt, sondern getäuscht. Warum belügt man diese kranken und verwirrten Menschen. – Aus Zeitmangel ? Oder – wir lassen den Patienten einfach mal an der Bushaltestelle warten dann ist er beschäftigt, der vergisst dann ja warum er da steht?

Somit ist diese Art der Beschäftigung doch überflüssig, denn gewählte Worte hätten mehr Erfolg für den Patienten bzw. Heimbewohner. Damit wird doch den Menschen  heute schon vermittelt, wenn sie einmal dement werden, werden sie  nur angelogen. Diese Lügen werden als Notlügen bezeichnet aber sie manipulieren den kranken Menschen auf eine Art und Weise die nicht Menschenwürdig ist. Man lässt den Patienten an der Haltestelle warten und erklärt ihm dann, wenn er wirklich da sitzen  bleibt, dass der Bus heute nicht kommt, also die nächste Lüge! Wo ist hier der Sinn? Der Mensch wird in seiner Krankheit nicht ernst genommen.

Mit diesen Unwahrheiten erreichen wir keinesfalls eine befriedigende Wirkung auf den Patienten. Eine gute fachliche Ausbildung dient dazu,  auch in schwierigen Situationen die Krankheit Demenz  ohne diese Strategien zu bewältigen. Ganz schlecht ist es wenn der Pflegende die unrealistischen Vorstellungen unterstützt und in das psychotische Erleben des Patienten einsteigt und den Kranken  darin auch noch festigt. Hier wird die geistige Verwirrung noch weiter gefördert.

Ich kann nur jedes Altenheim oder Seniorenzentrum bedauern, der auf dieses Konsumdenken der Hersteller  hereinfällt.

Man hört überall, das den Betreuungsstätten das nötige Geld fehlt . Trotzdem wird in unrealistische Dinge investiert. Deshalb sollte man sich für Investitionen etwas positiveres  einfallen lassen. Zum Beispiel mehr Pflegepersonal, mit viel Kreativität und empathischen Verhalten , die sich für die  Betreuung der Patienten  mehr Zeit nehmen und keine  Bushaltestelle und keine Robben brauchen um diese Menschen zu beschäftigen. Die mit viel Geduld und Worten ganz einfach diesen Prozess des Vergessens bewältigen.

Demente Menschen haben noch viele  Lichtblicke und merken oft auch das man ihnen etwas vormacht .Doch leider können sie es nicht mehr mitteilen.  Schauen Sie einem an Demenz erkrankten Menschen einmal konzentriert und ganz genau in die Augen, darin können sie viel erkennen und darauf sollte man achten.

Robbe verwirrt Demenz

wie verwirrt muß man sein, einem dementen Menschen eine Robbe in den Arm zu legen?!

Was erzählt die Pflegeperson dem Patienten, wenn sie mit der Robbe auf ihn zugeht. Etwa: „Schau mal die niedliche Robbe,weißt Du noch? Was kannst Du darüber erzählen?  Erinnerst Du dich?

Der kranke Mensch wird diese Frage wahrscheins nicht beantworten oder in seiner wahnhaften Vorstellung etwas anderes erkennen. Also wozu dann so eine teure Robbe!!

Der kranke Mensch sollte in seiner Wahnhaftigkeit nicht noch bestärkt werden.

Hier werden doch die Patienten noch mehr verwirrt, da sie bestimmt niemals eine Robbe gestreichelt noch bei sich als Haustier gehalten haben.

Warum eine Robbe, die auch noch mit den Augen klimpert.

                                                                    Wie lächerlich ist das!

Es gibt genügend Stoff- und Plüschtiere die Haustieren ähneln, wie z.Beispiel, Hasen, Hunde, Katzen usw. Hier könnte man den Bewohnern eines Pflegeheimes bestimmt mehr Freude bereiten. Erinnerungen kämen auf, Ressourcen werden geweckt, Gefühle werden wach, Augen leuchten und das Erzählen kann beginnen.

Ich frage mich nur, was die Pflegekraft in der Erinnerung über eine Robbe zu erzählen hat. Wahrscheins hatte sie selbst noch nie mit diesem Tier Kontakt. Dann soll sie auch noch dem Pflegenden etwas darüber vermitteln.

Haben die Pflegeheime doch so viel Geld im Überfluß um diesen sinnlosen Konsum zu unterstützen? Gibt es in den Pflegeheimen keine gut ausgebildeten Betreuer, die sich nicht solchen unnatürlichen Sachen bedienen müssen, sondern viel Eigeninitiative besitzen und eine gesunde Kreativität entwickeln können.

Darum ist es wichtig, sich die Pflegeheime genau anzuschauen um zu wissen, was auf den zu Betreuenden alles zukommen kann.

Viel Erfolg dabei.

LEWY-KÖRPERCHEN-DEMENZ

LEWY-KÖRPERCHEN-DEMENZ

Die Lewy-Körperchen-Demenz, die nach Friedrich H. Lewy benannt wurde ist der Alzheimer- Demenz ähnlich.

Die Ursachen hierfür sind, dass sich In den Nervenzellen der Großhirnrinde und im Hirnstamm des Gehirns Eiweißreste ablagern, da sie nicht mehr richtig abgebaut werden können bzw. die Kommunikation der Zellen untereinander behindern.

Durch die Einschlüsse werden schon im frühen Stadium Sinnestäuschungen ausgelöst, sind aber seltener wie die Plaques die bei Alzheimer auftreten.

 

F.H. Lewy war Pathologe und Mitarbeiter von Alois-Alzheimer und entdeckte im Gehirn von am Demenz erkrankten Patienten Partikel, die heute Lewy-Körperchen heißen.

Einige Symptome, die der Alzheimer Krankheit ähneln, treten bei der Lewy-Körperchen-Demenz heftiger und auch früher auf. Die Betroffen sehen Dinge, die nicht da sind, sie halluzinieren.

Ein weiteres Krankheitsbild ist, das die Betroffenen häufig stürzen oder schwanken oder keinen Gleichgewichtssinn mehr haben, da die Lewy-Körperchen-Demenz in der Regel mit Parkinson-Symptomen einhergeht. Jedoch bleibt das Gedächtnis länger erhalten als bei Alzheimer erkrankten Patienten.

Die an Lewy-Körperchen-Demenz erkrankten Menschen haben eine stark schwankende körperliche und geistige Verfassung. Das heißt: die Patienten sind mitunter unternehmungslustig, aber  dann auch wieder verwirrt, orientierungslos und in sich gekehrt.

Leider ist auch die Lewy-Körperchen-Demenz zu dieser Zeit noch nicht heilbar.

Die Patienten reagieren auf bestimmte Medikation empfindlich. So kann Neuroleptika die Parkinson-Symptome verstärken unter denen der Patient leidet, deshalb ist hier unterstützend eine nicht medikamentöse Behandlung sehr wichtig, da manche Medikamente vom Patienten schlecht vertragen werden.

Bewegungsgeschichten für die 10 Minuten Aktivierung

Bewegungsgeschichten sind interessant und fördern die Konzentration. Gleichzeitig werden nicht nur Gehirn und Denkvermögen sondern auch die Gelenke und Muskel mobilisiert.

Die Bewegungsgeschichten können Sie, wenn Sie in einem Pflegeheim tätig sind, bei der Einzelbetreuung oder bei der Pflege zu Hause anwenden.

Wer kretaiv ist muß hierfür keine Bücher benutzen. Es reicht schon ein in Gedanken vorgenommener Spaziergang durch den Wald . Hier können alle Sinne aktiviert und mit Bewegungen unterstützt werden. Wenn die Imagination zu Ende ist sollten Sie nicht vergessen, die Bewohner und den Patienten wieder im Raum oder in seinem Zimmer ankommen und sich wieder zu Recht finden zu lassen. 

Solche Bewegungsgeschichten werden gerne von den Patienten angenommen. Durch Bewegungsgeschichten werden Erinnerungen geweckt. Bewegungsgeschichten fördern das Denkvermögen.Bewegungsgeschichten sind gedacht, wenn nur kurze Zeit zum Aktivieren bleibt. Natürlich können die Geschichten und Bewegungen auch mehr Zeit erfordern . Das liegt ganz an dem Betreuer wieviel Zeit er sich für den Menschen nehmen kann. 

Demenzrisiko

Demenz-und Alzheimer Krankheit können durch massiven Verlust von Hirnzellen  und den dadurch enstehenden Verlust der geistigen Fähigkeiten entstehen. Bis zu einer Altersgrenze von 95 Jahren ab dem ca. sechszigsten Lebensjahr an gerechnet, kann sich die Auftretungshäufigkeit des geistigen Verfalls verdoppeln.

Durch Schädigungen des Gehirns, ausgelöst auch durch mehrere kleine Schlaganfälle, Hirntumor oder auch durch Alkoholismus, kommt es  zu einem geistigen Verfall und dem Krankheitsbild Demenz.

Die Alzheimer Krankheit ist die gefürchteste Krankheit des Gehirns. Auch die klügsten Köpfe können von der Alzheimer Erkrankung zerstört werden. Zu erst wird das Gedächtnis schlechter, danach zerfällt die Fähigkeit des logischen Denkens. Ein Abbau von Neuronen, die den Neurotransmitter Acetylcholin ausschütten, der ein lebenswichtiger Botenstoff für unser Hirn ist, führt dazu, das Gedächtnis und Denkfähigkeit nicht mehr arbeiten können.

Bei Menschen, bei denen eventuell ein Alzheimer-Risiko besteht, kann eine Gehirnuntersuchung (Scanning) bereits vor Beginn der Symptome eine Degeneration der möglicherweise betroffenen Hirnzellen und die abgegrenze Hirnaktivität ( zum Beispiel -Erinnern von Wörtern) zeigen.

 

Aschaffenburg hat nun eine Alois-Alzheimer-Allee

Oberbürgermeister Herr Klaus Herzog und Stadtrat Herr Lothar Blatt haben  am Mittwoch, den 29.02.2012  ein Teilstück der Ludwigsallee und ein Teilstück der Haibacher Straße in Richtung Klinikum in“ Alois-Alzheimer-Allee“ umbenannt und das Straßenschild enthüllt. Die Stadt ehrt damit den berühmten Wissenschaftler Prof.Dr.med.Alois Alzheimer, nach dem auch die Krankheit“ Alzheimer“  benannt wurde. Alois Alzheimer diagnostizierte die Krankheit bereits vor über 100 Jahren an seiner Patientin Auguste Deter

.Alzheimer verbrachte ein Teil seiner Kindheit und Jugend in Aschaffenburg.

Was die Ursachen dieser Krankheit betreffen tappen Forscher immer noch im Dunklen.

Alzheimer ist ein Verlust des Gedächtnis und der Persönlichkeit.

 

 

 

 


 

Demenz-Alzheimer-Veränderung erkennen

Unruhe, Gereiztheit, Traurigkeit, weinerliches Verhalten, Misstrauen, Feindseligkeit, Zeitverhalten, unbekanntes Verhalten, ungewohnte Nervosität. Das können alles Zeichen von beginnender Demenz sein. Wenn sich Angehörige, Eltern, Großeltern plötzlich verändern oder anders benehmen oder bewegen wie gewohnt. Wenn es auf einmal  auffällt, das der Mensch plötzlich ganz anders erscheint wie bisher. Dann sollte man wachsam sein und Rat einholen bzw. einen Arzt aufsuchen.

Demenz – Gesprächsgruppe

Veränderung der Persönlichkeit durch Krankheit und im Alter

Einladung zum Austausch in

Aschaffenburg, Erthalstraße 15

wir reden über – Wissenswertes über Veränderung der Persönlichkeit im Alter, Austausch, Information, Erfahrungen und schließen die Gesprächsrunde mit einer Entspannungsübung.
Weitere Informationen über Kosten und Termine erhalten Sie bei Uschi Kraus 06021/6255256

 

 

Carolus Horn 1921-1992

Carolus Horn in seinen Kreisen bekannt als einer der bekanntesten Werbedesigner der Nachkriegszeit erkrankte mit 60 Jahren an Alzheimer. Er malte in seinen letzten 10 Jahren, in der die noch nicht heilbare Krankheit ihren Verlauf nahm, viele Bilder, die seine Krankheitsstadien erkennen liesen, was sich in Form und Farbe und Ausdruck zeigte. Carolus Horn malte und zeichnete unermüdlich  bis der Tod ihn aufnahm. Von ihm stammt auch der bekannte Slogan – Nur fliegen ist schöner- In seiner Krankheit wurden die Wolken zu Spiegeleier.

Carolus-Horn-Ausstellung-Aschaffenburg

Durch die Anregung und Unterstützung von Christine Waigand, Uschi Kraus, Ulla Kelechovski, DPD und vielen Anderen ist es nun doch gelungen anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21.09.2011 die Carolus-Horn Ausstellung nach Aschaffenburg in das Mehrgenerationenhaus zu holen. Die Ausstellung ist bis zum 13.Oktober 2011 zu besichtigen in Aschaffenburg Sandgasse 1